Traditionsgemeinschaft   Lufttransport   Wunstorf   e.V.           

Unser Museum - "Ju-Halle" WunstorfSchild Ju Halle klein

Ju 52 hintenUnser Museum entstand aufgrund der Notwendigkeit, die im Originalzustand restaurierte Ju-52 witterungsgeschützt den Besuchern zugänglich machen zu können. In Abstimmung und durch die Unterstützung des LTG62 konnte der Bereich vor der ehemaligen Hauptwache des Fliegerhorsts als Museumsbereich zur Verfügung gestellt werden. 1988 wurde daraufhin mit dem Bau einer Halle begonnen, die 1989 fertiggestellt werden konnte.

Blick MuseumIm Verlaufe der folgenden Jahre wurde die Sammlung um zahlreiche Exponate aus der Zeit des 2. Weltkrieges, der Berliner Luftbrücke, den Anfangsjahren der Bundesluftwaffe sowie der jüngeren Geschichte des Fliegerhorstes beständig erweitert.

Inzwischen ist eine gut dokumentierte militärhistorische Sammlung entstanden, die zeitweise durch Sonderausstellungen zu besonderen Themen ergänzt wird.

Noratlas 01 kleinAuf dem umliegenden Freigelände sind außerdem viele Flugzeugmuster zu besichtigen, die die Bundesluftwaffe seit ihrer Entstehung auf dem Fliegerhorst Wunstorf betrieben hat. Während der Öffnung des Museum ist an Sonntagen zusätzlich unser jüngstes Exponat, eine C-160D Transall für den Publikumsverkehr geöffnet, sodass Sie sich auch ein Bild über das "Innenleben" im Cockpit und im Laderaum der Maschine machen können.

Unser Museumspersonal beantwortet dazu gern Ihre Fragen.

Zusätzlich können sie gern spezielle Fachliteratur, Souveniers und Bildmaterial in unserem Museumsshop erwerben.

 Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Richtigstellung zum Exponat Ju-52 in Wunstorf

Leider ist es in jüngster Vergangenheit vermehrt, auch in vermeintlich „seriösen“ regionalen Medien, zu Falschdarstellungen hinsichtlich des Lufttransportmuseums "Ju-52-Halle" und der in ihm ausgestellten Ju-52 gekommen. Ziel dieser Darstellungen war es stets, einen Flugzeugtyp und seine Besatzungen für die verbrecherische Politik während der Zeit des Nationalsozialismus (1933 – 1945) und seine Auswirkungen verantwortlich zu machen.

Die TGLW e.V. als Betreiber des Museums hat es sich zum Ziel gesetzt, die Entwicklung des Lufttransportes in Deutschland sowie die Geschichte des Fliegerhorstes Wunstorf in einer militärhistorischen Sammlung zu dokumentieren. In diesem Sinne der vollständigen Wahrheit verpflichtet, sehen wir uns aufgefordert, an dieser Stelle mit klärenden Worten irreführenden Behauptungen, die die Ju-52 im Allgemeinen und das im Lufttransportmuseum ausgestellte Flugzeug im Besonderen betreffen, entgegen zu treten.
 

Die Junkers Ju 52/3m gehört zu den bekanntesten Flugzeugen der Welt und war das meistgeflogene Passagier- und Transportflugzeug ihrer Zeit. Kein anderes Flugzeug charakterisiert die Entwicklung der internationalen Luftfahrtgeschichte so, wie die Ju 52.

 

Entwicklung

Ursprünglich als einmotoriges Frachtflugzeug Ju 52be für den Einsatz in Gegenden mit schlechter Infrastruktur entwickelt, erfolgte sehr rasch die Weiterentwicklung zu einer dreimotorigen Variante, der Ju 52/3m.

Die erste dreimotorige Ju 52, Werknummer 4007, hatte ihren Erstflug 1931.

Im Mai 1932 erhielt die LUFTHANSA ihrer erste Ju 52/3mce Werknummer 4013 „Boelcke“ mit der Kennung D-2201 (später D-ADOM).

Um für die neu enstandene Luftwaffe ohne großen Entwicklungs- und Kostenaufwand ein zuverlässiges Kampfflugzeug zur Verfügung zu haben, beauftragte das Reichsluftfahrtministerium 1933 die Firma JUNKERS, die Ju 52/3m zu einem Behelfsbomber umzubauen.

Bis Ende 1934 wurden 192 Ju 52/3m g3e als Behelfsbomber ausgeliefert. Im Zeitraum 1934 bis 1937 kamen ingesamt 1.027 Ju 52/3m g3e zur Auslieferung.

Ab 1938 wurden die Behelfsbomber wieder zu Transportern Ju 52/3m g4e umgerüstet.

Einige Muster der Baureihen g4e bis g6e wurden mit einer unter dem Rumpf montierten Magnetspule zum Sprengen von Magnetminen ausgerüstet und erhielten die Bezeichnung Ju 52/3m-MS.

Ingesamt 4.555 Exemplare dieses robusten und zuverlässigen Flugzeugs umfasste allein die militärische Produktion im Zeitraum 1934 – 1944.
 

Einsatz im Spanischen Bürgerkrieg (1936 – 1939)

Beginnend im Juli 1936 unterstützte die nationalsozialistische Regierung in Deutschland die gegen die spanische Regierung putschenden Truppen unter General Franco durch Entsendung deutscher Truppen. Bestehend aus einer Kampfgruppe, einer Jagdgruppe, einer Aufklärungsstaffel, einer Seefliegerstaffel und einer Versuchsbomberstaffel erhielt dieser Verband im November 1936 den Namen Legion Condor. Auch drei Flugzeugbesatzungen der in Wunstorf stationierten II.Gruppe des Kampfgeschwaders 154 Boelcke wurden mit ihren Ju-52/3m g3e bereits im August 1936 zu späteren Legion Condor abkommandiert. Neben der Durchführung von Transportflügen zur Verlegung spanischer Truppen von Afrika nach Spanien waren Ju-52/3m g3e in der Rolle als Behelfsbomber an Angriffen auf Madrid, das Schlachtschiff Jaime I, sowie die baskischen Städte Durango und Gernika beteiligt.


Einsatz im Zweiten Weltkrieg

Während des Zweiten Weltkrieges kam die Ju-52/3m als Standardtransportflugzeug der Luftwaffe auf vielen Kriegsschauplätzen u.a. für den Transport von Versorgungsgütern und Soldaten, das Absetzen von Fallschirmjägern, als Schleppflugzeug für Lastensegler und als Sanitätsflugzeug zum Einsatz. In seiner Rolle als Behelfsbomber war der Flugzeugtyp  u.a. an der Bombardierung  Warschaus beteiligt.

Das zum Behelfsbomber umgerüstete Flugzeugmuster Ju 52/3m g3e bewährte sich aber nicht und wurde daher ab 1938 wieder als Transportflugzeug in der Luftwaffe benutzt.


Die Ju-52 in ziviler Nutzung

Als äußerst zuverlässiges Passagier- und Transportflugzeug war die Ju 52 bei über 40 Luftwaffen und Luftverkehrsgesellschaften weltweit im Einsatz. Letzte Maschinen wurden erst in den 80er Jahren offiziell außer Dienst gestellt.

Heute fliegen noch Ju 52 in folgenden Ländern: Schweiz, Frankreich, England, USA, Südafrika und Deutschland.


Das Exponat

Die hier ausgestellte Ju-52/3m g4e  kam nach ihrer Indienststellung 1939 als Ausbildungsluftfahrzeug in der Ausbildung von Flugzeugbesatzungen zum Einsatz. 1940 wurde es bei ihrem ersten Transporteinsatz nach Norwegen nach der Landung auf dem zugefrorenen Hartvigvann-See aufgegeben.

 

Öffnungszeiten:

vom 1. April bis 31. Oktober
Do,
Sa, So
10:00-
18:00 Uhr
gesetzliche Feiertage 10:00-
18:00 Uhr
andere Zeiten nach Vereinbarung

 

Eintrittspreise:

Erwachsene 4,- €
Jugendliche
14-18 Jahre
2,- €
Kinder
6-14 Jahre
1,- €
Schwerbehinderte 2,50 €
Gruppen
(Erwachsene)
3,50 €
p.P.
Bei geöffneter Transall: Zuschlag 1€ für Erwachsene

Museumsimpressionen

Ein Film von Werresurfer, CC-BY Reinhard Hinz (2017)

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